
Immer höher. Diese Tour soll uns in der Vulkan-Landschaft Ecuadors auf drei 4000-er, zwei 5000-er und einen 6000-er führen.
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Auf dem Franziskusweg geht es 567 km von Florenz über Assisi nach Rom. Bei diesem herrlichen Pilgerweg durch die Toskana, Umbrien und Latium
sind 20000 Höhenmeter zu bewältigen. Es gibt noch kaum Pilgerherbergen auf dem Weg. Nur sporadisch begegneten uns Pilger, ein Wunder bei den gigantischen
Landschaften auf den Höhen des Apennin. Bis auf wenige Tage, z.B. durch das Rieti-Tal und den Weg nach Spoleto, war jeder Tag ein kleines
Naturschauspiel. Wetter inklusive, denn für Italien war es für diese Jahreszeit zu regnerisch. Aber selbst das hatte seinen Reiz, man erklimmt
den Berg durch Bachläufe oder dicken Schlamm und es wartet da ein enormer Ausblick im Farbspiel von Regen und Licht.
Von Berlin Tegel starteten wir mit Vueling Airlines nach Florenz. Die Alpenüberquerung bei leichter Bewölkung war sehr beeindruckend und wir landeten
pünktlich auf dem Airport Amerigo Vespucci. Der Shuttlebus brachte uns zum Hauptbahnhof Santa Maria Novella. Im Bus mussten wir schon schmunzeln, wir waren
in Italien, wir merkten es nicht zuletzt an einem Pärchen neben uns. Der Mann regte sich kontinuierlich über den Fahrpreis auf, die Frau redete ohne Pause
auf ihn ein 🙂. Von Santa Maria Novella ins Zentrum waren es nur 10 min zu Fuß, bald standen wir in der historischen Altstadt. Nach dem ersten Cappucchino (5 € !!!)
lief das Touristenprogramm ab: Santa Maria del Fiore, Palazzo Vecchio, Ponte Vecchio, und und und ... Erst am Abend, nach der ersten leckeren
italienischen Pizza bewegten wir uns die 4 km in die etwas am Stadtrand liegende Jugendherberge Villa Camerata (18 € pro Person mit Frühstück), die
derzeit wahrscheinlich als Flüchtlingsunterkunft genutzt wurde. Getrennt unterbracht nach Geschlechtern verbrachten wir die erste Nacht in Bella italia.
Heute hatten wir die Wahl Florenz weiter zu entdecken und am späten Nachmittag den Zug nach S. Ellero zu nehmen oder durch die verkehrsreiche Vorstadt dahin zu laufen.
Wir absolvierten dann doch unser Laufpensum in der Innenstadt von Florenz. Der landschaftlich reizvolle Teil beginnt eh erst nach Sant'Ellero. Also ging's
nach dem sehr spartanischen Frühstück in der Herberge wieder rein in die City. Es folgte ein erneuter Kathedralsbesuch, wir spazierten nochmal über den Ponte Vecchio,
vorbei am Palazzo Pitti. Abschließend wollten wir noch zum Forte di Belvedere gehen, von da gab's eine herrliche Aussicht über die Stadt. Allerdings mußten wir
dafür in den Giardino di Boboli und da verlangten sie ordentlichen Eintritt. Das durften wir bei den Unmengen an Sehenswürdigkeiten auf diesem Weg gar nicht erst
anfangen: Eintritt zu bezahlen.
Nun gut, in Florenz mangelt es ja nun nicht an Sehenswertem, so verbrachten wir den Tag hier und am Nachmittag nahmen wir den Zug von Santa Maria Novella
Richtung Arezzo nach Sant'Ellero. Ab hier ging es Richtung Fontisterni sofort bergan, für diesen Tag allerdings nur paar Kilometer, ehe wir uns auf dem wundervollen
Bauernhof Podere Fattoio (60 € pro Person mit HP) einquartierten. Zusammen mit holländischen Pilgern nahmen wir das von Tiziana lecker angemachte
Abendessen ein, alles Eigenanbau vom Bauernhof. Bei einem Hauswein stimmten wir uns mit den Holländern auf die nächsten Tage und Wochen ein.